Ferienspaß bei der Feuerwehr

Nach umfangreicher Vorbereitung durch das Organisationsteam um Mandy und Andrea Wohlenberg und Jörn Seismann war es soweit. Der Ferienspaß auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr konnte beginnen. Ab 14 Uhr waren alle Wettkampfgeräte aufgebaut, und 115 Kinder und Jugendliche konnten ihr Geschick unter Beweis stellen. In drei Altersgruppen versuchten sie sich in neun verschiedenen Disziplinen.

Besonders Wasserwand und Wasserbombenzielen waren willkommene Höhepunkte bei sommerlichen Temperaturen. Am Glücksrad war es oft mehr Fügung und Zufall als an den anderen Stationen, wo eher Technik und Geschicklichkeit gefragt waren. Die Fahrzeuge der Feuerwehr konnten an der Süderstraße in Augenschein genommen werden. Das neue Hilfsleistungsfahrzeug HLF 20 mit seiner akribisch sortierten Ausrüstung vermittelte vor allem erwachsenen Besuchern einen aufschlussreichen Eindruck über das, was bei einem Einsatz benötig wird. Dabei erschließt sich gerade dem Laien, welches Wissen Feuerwehrleute erlernen müssen, um diese Technik in jedem Notfall sicher zu beherrschen. Ein besonderes Ereignis für Jung und Alt war die Fahrt mit einem der Fahrzeuge durch die Stadt. Die Warteschlange zum Mitfahren riss nicht ab, viele wollten dieses einmalige Angebot ausnutzen. Vielleicht ging auch für manchen Erwachsenen an diesem Nachmittag ein langgehegter Wunsch in Erfüllung.

Nicht nur für Spiel und Spaß sorgte die Feuerwehr Marne, auch die Verpflegung kam nicht zu kurz. Die Familien der Feuerwehrleute hatten ein umfangreiches Buffet mit selbstgebackenen Kuchen zur Verfügung gestellt. Im Gerätehaus waren Tische und Bänke aufgebaut, an denen zahlreiche Erwachsene den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen genossen. Sämtliche Einnahmen der Ferienaktion sollen wie in den vergangenen Jahren der Initiative für brandverletzte Kinder, dem Verein Paulinchen, gespendet werden. 

Um 17 Uhr ging es dann an die Siegerehrung. In der Altersgruppe bis drei Jahre erhielt Lara Stührk einen Eisgutschein. Sie hatte ein besonderes Händchen am Glücksrad, wie Bürgermeister Dr. Klaus Braak anhand ihres Punktebogens feststellte. Lenny Hahn hatte sich erfolgreich in der Gruppe der Vier- bis Siebenjährigen durchgesetzt. Er freute sich ebenso wie Moritz Haje, der in der Gruppe der Acht- bis 14-Jährigen auf dem Siegertreppchen stand, über einen Eisgutschein. Wehrführer Nils Petersen, der an diesem Nachmittag wie viele Feuerwehrmänner und -frauen ständig ein wachsames Auge auf das Geschehen hatte, strahlte mit den Kindern um die Wette, denn es war ein absolut gelungenes Fest.

Spätnachmittags ging es für die kleinen und großen Gäste nach Hause, und das Gelände leerte sich langsam. Nun packten die Mitglieder der Wehr an. Mit vereinten Kräften wurde alles, was für diesen Ferienspaß so gebraucht wurde, wieder an Ort und Stelle zurückgebracht. Das Café wurde abgebaut, alles gewischt, Tische und Bänke verstaut. Nachdem die Fahrzeuge schließlich an den vorgesehenen Positionen standen und der Platz vor dem Gerätehaus freigeräumt war, sah es aus, als hätte es diesen Ferienspaß nicht gegeben, und doch hatten 115 Kinder zusammen mit ihren Familien einen wunderbaren Nachmittag.